Ein SEO-Audit soll erklären, welche Probleme eine Website daran hindern, ihre Inhalte verständlich und zugänglich bereitzustellen. Ein langer Export aus einem Prüfwerkzeug reicht dafür nicht aus. Wenn du einen Freelancer beauftragst, solltest du klären, welche Fragen untersucht werden und wie aus den Ergebnissen konkrete nächste Schritte entstehen.
Lege Ziel und Ausgangslage offen
Beschreibe Website, Geschäftsmodell und wichtigste Seiten. Geht es um einen neuen Shop, einen bevorstehenden Relaunch oder einen Rückgang bei bestimmten Inhalten? Teile vorhandene Informationen zu früheren Änderungen und bekannten Problemen. Ein Audit braucht einen nachvollziehbaren Anlass, damit die Untersuchung relevante Bereiche priorisiert.
Zugänge zu Suchdaten oder Analysewerkzeugen sollten über individuelle Berechtigungen erfolgen. Fehlen solche Daten, muss das Angebot die daraus entstehenden Grenzen benennen. Öffentlich sichtbare Seiten erlauben viele technische und inhaltliche Prüfungen, erklären aber nicht automatisch, welche Suchanfragen bislang Besucher bringen oder wie sich die Leistung langfristig verändert hat.
Trenne technische und inhaltliche Untersuchung
Technische Themen können Erreichbarkeit, Weiterleitungen, interne Verlinkung, Indexierungssignale, Sitemap und mobile Darstellung umfassen. Bei Inhalten geht es etwa um verständliche Seitentitel, passende Themen, doppelte Seiten und die Frage, ob ein Text das Anliegen der Besucher beantwortet. Nicht jede Website braucht dieselbe Tiefe in allen Bereichen.
Die Google-Einführung in SEO bietet einen offiziellen Überblick über Grundlagen. Sie ersetzt keine Untersuchung deiner konkreten Website. Vereinbart deshalb eine Liste der untersuchten Seitentypen und erklärt, ob der Freelancer alle URLs oder eine begründete Auswahl prüft.
Fordere nachvollziehbare Ergebnisse
Ein hilfreicher Befund enthält eine betroffene Adresse, eine Beschreibung des Problems, eine Prüfungsmethode und einen konkreten Vorschlag. Eine Priorisierung sollte erwarteten Nutzen, Aufwand und Abhängigkeiten erklären. Pauschale Aussagen wie „SEO verbessern“ helfen dem späteren Entwickler oder Texter kaum weiter.
Beispielsweise kann ein Befund zeigen, dass wichtige Produktseiten über die Navigation schwer erreichbar sind. Der Vorschlag sollte dann erklären, welche Verknüpfungen sinnvoll wären und wie man die Änderung kontrolliert. Auch Unsicherheit gehört in den Bericht: Eine Vermutung ist noch kein nachgewiesener Fehler.
Vereinbare Bericht und Besprechung
Ein schriftlicher Maßnahmenplan und ein gemeinsames Gespräch ergänzen sich. Im Gespräch kannst du nachfragen, warum ein Punkt hohe Priorität hat oder welche Vorarbeit erforderlich ist. Legt fest, ob die Umsetzung zum Auftrag gehört oder separat angeboten wird. Ein Audit mit anschließendem Umsetzungsprojekt braucht klare Grenzen zwischen Analyse und Änderung.
- Welche Bereiche und Seitentypen werden geprüft?
- Welche Daten und Zugänge stehen zur Verfügung?
- Wie werden Befunde belegt und priorisiert?
- Welche Ergebnisse erhältst du in welchem Format?
- Ist eine Nachprüfung umgesetzter Maßnahmen enthalten?
Vergleiche Umfang statt bloßer Berichtslänge
Mehr Seiten im Bericht bedeuten nicht zwangsläufig mehr Nutzen. Vergleiche nachvollziehbare Prüfschritte, relevante Erfahrung und die Qualität eines anonymisierten Musterbefunds. Niemand kann seriös aus einem Audit einen festen Suchrang garantieren. Auf Freelancerheld kannst du den gewünschten Umfang veröffentlichen und Angebote vergleichen. Für einen anstehenden Umbau hilft zusätzlich die Relaunch-Checkliste.
