Eine Shop-Migration verschiebt nicht einfach eine Sammlung von Dateien. Produkte, Varianten, Inhalte und Arbeitsabläufe müssen in der neuen Umgebung sinnvoll zusammenpassen. Bevor du einen Freelancer beauftragst, brauchst du eine Übersicht der vorhandenen Daten und der Funktionen, die im neuen Shopify-Shop tatsächlich weitergeführt werden sollen. Der Übergang muss außerdem laufende Geschäftsvorgänge berücksichtigen.
Erfasse Daten und Funktionen getrennt
Erstelle eine Liste mit Produktdaten, Bildern, Kategorien, Inhaltsseiten und weiteren benötigten Informationen. Dokumentiere Mengen und bekannte Besonderheiten. Viele Varianten oder unvollständige Artikelnummern können den Aufwand stärker beeinflussen als die reine Produktzahl. Eine repräsentative Beispieldatei hilft bei der Einschätzung.
Notiere zusätzlich Funktionen wie Suche, Versandabläufe, Warenwirtschaftsanbindung oder externe Produktfeeds. Eine übertragene Produktliste bedeutet nicht automatisch, dass diese Abläufe weiterhin funktionieren. Kläre, welche Funktionen übernommen, anders umgesetzt oder bewusst aufgegeben werden. Diese Entscheidungen sollten im Angebot sichtbar sein.
Plane die Zuordnung vor dem Import
Felder des bisherigen Systems passen nicht zwangsläufig unmittelbar in die neue Struktur. Vereinbart eine Zuordnung und Regeln für nicht unterstützte Angaben. Bei Kundendaten und bisherigen Geschäftsvorgängen muss das Unternehmen außerdem klären, welche Daten in welchem Umfang übertragen werden dürfen und benötigt werden.
Ein kleiner Testimport zeigt früh, ob Varianten, Bilder und Beschreibungen richtig erscheinen. Wähle dafür normale Produkte und Sonderfälle. Fehler sollten zunächst in der Zuordnung oder Ausgangsdatei behoben werden, statt nach jedem Import wieder einzeln im Shop korrigiert zu werden.
Berücksichtige bekannte Seitenadressen
Sammle wichtige bisherige URLs und ordne sie passenden neuen Seiten zu. Prüfe interne Links, Downloads und Zielseiten aus laufenden Kampagnen. Besucher sollen nach der Umstellung die gesuchte Information erreichen. Der Beitrag zum Website-Relaunch beschreibt, wie eine URL-Liste und ein Rückfallplan zusammenarbeiten.
Entscheidet, wann Inhalte nicht mehr im alten System verändert werden sollen. Werden beide Shops parallel gepflegt, entstehen sonst leicht Unterschiede. Ein dokumentierter Zeitpunkt für den letzten Datenabgleich hilft, Verantwortlichkeiten und Datenstände eindeutig zu halten.
Plane laufende Bestellungen ausdrücklich
Während der Umstellung können neue Vorgänge entstehen. Klärt, welches System Bestellungen verarbeitet und wie offene Fälle weiterbearbeitet werden. Ein erneuter Gesamtimport darf nicht unbemerkt neuere Daten überschreiben. Auch Benachrichtigungen und interne Zugänge gehören in die Kontrolle vor dem Start.
- Welche Daten und Funktionen werden tatsächlich übernommen?
- Sind Feldzuordnung und Sonderfälle getestet?
- Welche bekannten URLs brauchen eine Weiterleitung?
- Wann erfolgt der letzte abgestimmte Datenabgleich?
- Wer bearbeitet laufende Vorgänge während des Übergangs?
Prüfe die neue Umgebung vor und nach dem Start
Kontrolliert Navigation, Produktauswahl, Varianten, Formulare und den Bestellweg im vereinbarten Testumfang. Dokumentiert, welche Prüfungen erfolgreich waren und welche Einschränkungen bleiben. Eine vollständige Projektübergabe schafft die Grundlage für den weiteren Betrieb. Auf Freelancerheld kannst du zunächst die Migrationsplanung und danach die Umsetzung mit klaren Ergebnissen ausschreiben.
